Workshop 5 - lic. phil. Marianne Kauer (2teilig: Vor/Nachmittag)
Wieso gehören homo-/bisexuelle Jugendliche zu einer Risikogruppe? Wie beeinflusst meine Einstellung meinen Umgang mit der Thematik? Welche Stufen werden während eines Coming-Out-Prozesses durchlaufen? Wie kann ich homo-/bisexuelle Jugendliche in einem heterosexuell geprägten Umfeld in ihrer sexuellen Identitätsfindung unterstützen?
Workshop 6 - Mag. Wolfgang Wilhlem
"Anders-Sein" als Risiko?
Homophobes Bullying in der Schule
Der Workshop führt abgrenzend von alltäglichen Konflikten in der Schule und aufbauend auf einigen konflikttheoretischen Überlegungen die Begriffe Heteronormativität, Homophobie und Bullying ein und beleuchtet deren Auswirkungen und Relevanz für unsere Gesellschaft, das System Schule und die hier in unterschiedlichen Rollen und Funktionen Tätigen. Was ist homophob motiviertes Bullying, wie verbreitet ist es, welche Beteiligten gibt es in Bullyingprozessen und wie kann man diesen von pädagogischer Seite sinnvoll und differenziert begegnen?
Der Workshop bietet neben kurzen Inputs Möglichkeiten zur Reflexion eigener Haltungen und Einstellungen sowie zur Erprobung konkreter Übungen und Methoden, die zur Bekämpfung, aber auch zur Prävention von Bullying sinnvoll eingesetzt werden können. Besonderes Augenmerk wird auf die unterschiedlichen Interventions- und Präventionsmöglichkeiten auf den unterschiedlichen Ebenen (LehrerIn-SchülerIn/LehrerIn-Klasse/Kollegium/Schule gesamt) und in unterschiedlichen Settings gelegt.
Workshop 7 - Dipl. LSEB Ulrich Zimmermann (2teilig: Vor/Nachmittag)
Thema: Homosexualität. Am Morgen findet der Workshop zum Thema Gender statt. Er orientiert sich mehrheitlich an der Primarschule.
Die schwule Sau gibt es wirklich, auch in der Schule. In der Jugendsprache können sogar ein Etui und Turnschuhe schwul sein. Irgendetwas fällt auf – und die Kiste „schwul“ oder „lesbisch“ geht auf – und wieder zu! Ausgrenzung ist oft die Folge. Auch bei „Mann“ und „Frau“, gibt es ähnliche Kisten. Eigentlich ‚wissen’ wir alle, was eine Frau, ein Mann ist – oder wie sie/er sein sollte.
Wenn man genauer hinsieht, wird diese schnelle Bestimmung schon schwieriger, und wir erkennen, dass dichotomes Denken nicht ausreicht, um die sexuelle Identität eines Menschen zu beschreiben. Um individuelle Entfaltung zu begünstigen und Diskriminierungen einzuschränken, ist es nötig, den Begriff der sexuellen Vielfalt zu verstehen und umzusetzen.
Im Atelier lernen Sie auch konkrete Möglichkeiten kennen, wie die Themen Gender (Vormittag / Atelier 1) und Homosexualität (Nachmittag / Atelier 2) im Unterricht thematisiert und bearbeitet werden können. Dabei wenden wir das „Doppeldeckerprinzip“ (WAHL) an: Die Teilnehmenden beteiligen sich an den Übungen und erkennen dabei Vorteile, Eignung und möglicherweise auftauchende Schwierigkeiten der Methoden kennen. Neben Lehrmitteln wird auch der neue gesamtschweizerische Lehrplan für Sexualpädagogik vorgestellt.
Workshop 8 - Dipl. Sozialpädagogin Stephanie Weber
Titel: Multiplikatorenfortbildungen; Peer to Peer im Erwachsenenalter
Immer wieder wird der Wunsch an uns gerichtet, Multiplikatorenfortbildungen zu leisten; wir Fachleute werden in Universitäten zu Praxisseminaren eingeladen, StudentInnen kommen in unsere Institutionen und interviewen uns über selbst gemachte Erfahrungen, Sozialarbeiter aus der offenen Jugendarbeit wollen Inputs für den „richtigen Umgang“ mit homosexuellen Jugendlichen abgucken und Strategien für das „richtige“ Verhalten finden. Auch Lehrer merken immer mehr, dass sie den Problematiken rund ums schwul- und lesbischsein gar nicht gewachsen sind und rufen nach Hilfe; und da kommen wir Fachleute ins Spiel.
In diesem Workshop werden Möglichkeiten der Multiplikatorenfortbildungen vorgestellt und entwickelt; wo kann ich am besten eine eigene Fortbildung platzieren, wie kann ich Fachkräfte mit meinem vorhandenen Fachwissen und ihrem hohen pädagogischen Fundus fortbilden, welche Parallelen gibt es zwischen Homophobie und Rassismus und wie mache ich diese in Fortbildungen deutlich (diversity-Ansatz) und wie gehe ich mit Konflikten um ohne mich persönlich „betroffen“ zu fühlen...
Diese und weitere Fragen sowie Antworten werden in dem 1,5 stündigen Workshop angegangen.
Workshop 9 - Harry Tritschler
Der Workshop wird die Themen innerhalb der „sexuellen Orientierung“ aufgreifen. Hierbei sollen Fragestellungen zur Situation im Coming-out Prozess, Fragen zu LGBT-Themen, Heteronormativität und Homophobie beleuchtet werden. Die TN sollen und dürfen sich mit ihren eigenen Berührungsängsten, Normen und Werten auseinandersetzen. Weiterhin sollen Vorschläge erarbeitet werden, wie sie in ihrem Arbeitsumfeld zum Beispiel innerhalb der Institution Schule die Themen umsetzen wollen.
